…ob er diese auch beantwortet ist eine andere Frage
So, ich sitze nun im Greyhound von Whistler zurück nach Vancouver wo ich die nächsten sechs Tage verbringen werde. Meine Reise dauert nun bereits 32 Tage (oder so, je nachdem wann ich mit dem Post fertig werde) und ich habe schon so einiges gesehen. Über einiges habe ich bereits geschrieben zu zahlreichen Ereignissen bin ich aber einfach noch nicht gekommen. Sei es weil ich mir keine Zeit genommen habe oder weil sonst etwas dazwischen gekommen ist wie fehlender Internetzugang oder eine Notebook Festplatte welche nach einem zwei Meter Flug den Geist aufgegeben hat
Den Missstand möchte ich nun aber beheben und euch alle offenen Fragen beantworten
Um es für diejenigen welche lediglich Bilder betrachten, uns sich nicht mit meinem gebrabel abgeben möchten, einfacher zu machen habe ich die bisher nachgeladenen Bilder in verschiedene Alben gruppiert:
- San Francisco Tag 1
- San Francisco Tag 3
- Gay Parade
- Napa / Sonoma
- Monterey
- Yosemite
- Stanford
- Sequoia
- Santa Barbara
- Los Angeles
- Hawaii
- Whistler B.C.
Die Route
Einige werden sich gefragt haben, wie die Route, welche Fabio und ich genommen haben zustande gekommen ist, und ich muss zugeben, dass sie auf den ersten – und wahrscheinlich auch den zweiten – Blick etwas komisch anmutet. Allerdings gab es zahlreiche Faktoren welche dazu beigetragen haben, dass wir am Ende so kreuz und quer durch Kalifornien gefahren sind.
Auf dieser leicht chaotischen Route haben wir Kalifornien durchquert
Nun hier eine Liste der Faktoren welche dazu beigetragen haben welche Route wir gewählt haben:
- Fabios (und später auch mein) Wunsch fast eine Woche länger in San Francisco zu bleiben als ursprünglich geplant
- Waldbrände in ganz Kalifornien und insbesondere im Big Sur, welche verhinderten, dass wir der Route Number One folgen konnten (der ursprüngliche Plan)
- Der 4. Juli – Nationalfeiertag in den USA – als erster Tag unseres Road Trips, was dazu führte, dass alle Hotels ausgebucht waren
- Eine leichte Verwirrung der Reisenden (wieso auch immer) führte dazu, dass sie vergessen haben, dass sie Stanford anschauen wollen
- Ein zusätzlicher Gast – Alejo – im Auto als wir bemerkten, dass wir jetzt dann gleich an Stanford vorbeifahren der keinerlei Interesse an solchen Monumenten der höheren Bildung hat
- Ein Auto welches unbegrenzte Meilen hatte und ein Benzinpreis der lächerlich tief ist ($4.50 für 3.8 Liter bzw. eine Gallone)
Nun all diese Faktoren haben dazu geführt, dass wir ein wenig zick-zack gefahren sind, im Gegenzug haben wir aber einige extrem schöne Strassen gesehen und viel Spass gehabt, im Auto und sonst (Wobei dies für mich einfach zu sagen ist, da ich nicht fahren musste
)

1′000 Meilen haben wir bei weitem überschritten, am Ende standen mehr als 1′400 Meilen auf dem Tachometer.
Road Trip [Part Two]
Als ich euch das letzte mal von unserem Road Trip berichtete (es scheint eine Ewigkeit seither) waren wir gerade in Stanford angekommen. Ich möchte hier aber zuerst einmal alle Destinationen zusammenfassen welche wir auf unserem Trip durch Kalifornien passiert haben.
- San Francisco
- Monterey (anstelle von Santa Cruz, Grund siehe 3. Punkt oberhalb)
- Yosemite
- Stanford / Palo alto
- Sequoia
- Santa Barbara
- Los Angeles
Stanford hat mich und Fabio ziemlich begeistert. Die Uni ist riesig, die Anlagen zum grössten Teil modern und imposant. Hier lässt es sich studieren, insbesondere da die Uni nicht einmal so viele Studenten hat und zu einer der besten der Welt gehört. Allein die Fläche der Uni ist beeindruckend, die über 8′000 Acres (32 km²) bilden eine eigene Stadt. Nachdem wir zwei interessante Tage in Palo Alto verbracht hatten machten wir uns auf den Weg in Richtung Sequoia, allerdings kamen wir vorerst nicht weit. Der nächste halt war in Mountain View, einem Nachbarort von Palo Alto. Wenn man schon so Nahe beim „sagenumwobenen“ Hauptquartier von Google ist kann man sich dieses ja nicht einfach entgehen lassen. Fabio und ich sind also über den „Campus“ von Google gestolpert und haben diese übernatürlichen Wesen welche für den Internetriesen Google arbeiten angestarrt und festgestellt: Die sehen aus und benehmen sich ja wie wir
Google Hauptquartier – Das Schild für ein Nebengebäude war beeindruckender als das vor dem Hauptgebäude, deshalb die komische Adresse
Fahrräder stehen überall herum und könne einfach benutzt werden.
Die Sonnenschirme sind in den Farben der Corporate Identity gehalten
Ausserdem ist das Gelände richtig weitläufig und äusserst gepflegt. W-LAN hat selbstverständlich der ganze Ort (und damit meine ich die Stadt nicht den Googel Campus)…
Von Mountain View ging es dann in Richtung Sequoia Park und es sollte unsere längste Fahrt werden. Insgesamt fuhr Fabio an diesem Tag fast 300 Meilen und ich war ein braver und anständiger Mitfahrer
Da wir im Sequoia selbst keine Unterkunft finden konnten (alles ausgebucht) haben wir dann ein Zimmer direkt an der Parkgrenze gefunden und dieses war nahezu perfekt. Pool, Fluss, Klimaanlage und eine Tankstelle mit Corona in der Nähe
Sequoia Village Inn – Wohl das beste Motel welches wir in Kalifornien hatten ($110 pro Nacht)
Planung und Entspannung nachdem wir an einem Tag weit gekommen sind. Und natürlich müssen die Bilder hochgeladen werden und der Blog gefüttert werden (oder so ähnlich)
Der Sequoia National parc mit seinen riesigen Bäumen hat uns beeindruckt. Die Grösse der Bäume ist kaum fassbar auch wenn man die Bilder sieht. Dennoch haben auch wir einen klassischen Grössenvergleich versucht…
Fabio der Zwerg
Der Volumen mässig grösste Baum der Welt
Die Bäume sind unglaublich hoch und…
…auch der Durchmesser des Stamms ist kaum zu glauben. Um den Effekt zu verstärken stand dieses mal nicht Fabio Model.
Die restlichen Bilder gibt es wie immer natürlich auf Flickr zu bestaunen
Im Sequoia hatten wir leider nur einen Tag bzw. eine Nacht und am nächsten Tag ging es bereits wieder weiter, dieses mal nur 180 Meilen, aber das ist auch nicht wenig. Wie man der Liste oben entnehmen kann haben wir uns nach Santa Barbara begeben.
Santa Barbara ist wo die schönen , die reichen und die noch existierenden Hippies leben. Ein cooler Strand (allerdings nicht mit Venice oder Hawaii vergleichbar), nette Geschäfte und coole Clubs tun neben den hervorragenden Wohnlagen ihr übriges dazu diesen Ort interessant zu machen. Unser Motel (Lonely Planet sei dank) war preiswert und knapp 200 Meter vom Strand und ca. 500 Meter vom „Zentrum“ entfernt. Erlebt haben wir hier allerdings nicht so viel, zweimal den selben Club besucht und leckere Margharitas geschlürft, ein wenig am Strand gelegen, Shopping betrieben, und dann waren die beiden Tage auch schon vorüber und wir mussten uns auf den Weg nach Los Angeles machen, da uns die Zeit in Kalifornien langsam ausging.
Boulevard direkt am Strand
Der Hafen, hier gab es einige dicke Boote
Die Einkaufsstrasse – Ein Nobelgeschäft reiht sich hier ans nächste
Die Fahrt nach Los Angeles war dann verhältnismässig kurz, nur ca. 90 Meilen waren zu bewältigen, und innerhalb von zwei Stunden haben wir sowohl unser Hostel als auch einen Parkplatz gefunden. CheckIn war angesagt. Allerdings war das Hostel für uns noch nicht bereit und wir konnten nur unser Gepäck einlagern. In Santa Monica – unser Wohnort in Los Angeles – hatten wir in der Not ein Hosteling International gebucht. Dieses war zwar gut gelegen, der Rest war aber HI Standard, also nichts besonderes und von Charme schon gar nicht zu sprechen. Allerdings startete direkt vor dem Hostel eine Stadtrundfahrt. Diese Chance liessen sich Fabio und ich nicht nehmen und wir machten uns auf die fast sechs (6!!!) Stunden dauernde Ausfahrt.
Der Guide, natürlich ein Mexikaner. Allerdings in L.A. geboren
Erste Destination: Venice Beach. Gesehen und gesehen werden
Hier gibt es einige nette „Häuschen“ die direkt an den Strand gebaut sind.
Wer im Herbst gewinnen soll ist klar. Zumindest die Hoffnung besteht
Dann ging es durch Bevely Hills und die anderen Quartiere der reichen und schönen – Dies ist Arnolds Anwesen wenn ich mich nicht täusche
Und dann ging es zum Rodeo Drive – Wohl die höchste dichte an Autos über $300′000 auf der Welt
Und es geht noch teurer
Dann war der Walk of Fame an der Reihe mit dem Chinese…
… und dem Kodak Theatre
Tom Hanks habe ich gesucht, Charlie Chaplin gefunden.
Dann ging es zum Hollywood Sign
Von dem Aussichtspunkt hatte man auch eine hervorragende Aussicht auf L.A. – Zumindest den sichtbaren Teil.
Der Highway ist sechsspurig, pro Richtung. Angeblich sind 70% der Fläche von L.A. Strassen. Kaum zu glauben bei solchen Bildern aber schwer anzuzweifeln.
Nachdem wir während der Führung am vorigen Abend schon beinahe die ganze Stadt gesehen hatten machten sich Fabio und ich an unserem letzten Tag selbst auf die Suche nach Attraktionen. Dabei muss man in L.A. allerdings das Auto nehmen, da die Distanzen zu Fuss einfach nicht zu bewältigen sind. Die schiere Grösse der Stadt ist kaum fassbar. Am selben Abend ging es dann mit zwei verschiedenen Fliegern nach Hawaii, Fabio sollte eine Stunde vor mir abfliegen und landen, und sich in Hawaii um das Auto kümmern.
Der Flug nach Hawaii
Nun wie man sich schon denken kann ist es nicht ganz so gekommen. Fabios Flug startete und landete pünktlich und er kümmerte sich auch um das Auto (wie mittlerweile wahrscheinlich alle Wissen ein kleiner Mustang). Mein Flug war da allerdings etwas anders. Nachdem ich eine kleine Ewigkeit im Flughafen von L.A. verbracht hatte (Ein wahres Ungetüm dieser Airport) konnten wir mit ein wenig Verspätung das Flugzeug boarden. Allerdings passierte danach nicht viel. Bis zu einer Durchsage des Captains nach ca. 20 Minuten: „Ladies and Gentlemen, you may have noticed we are allready late but there is a slight problem with a sensor which has to be fixed before we can take off. It will be approximately another 20 minutes.“ (Ja, ist paraphrasiert kann mich nach mehr als 2 Wochen nicht mehr an den exakten Wortlaut errinern). Naja, in diesem Moment schaue ich aus dem Fenster und kann zuschauen wie ein Techniker Teile des Flügels abzumontieren beginnt, was kaum als Vertrauensbildende Massnahme gewertet werden kann. Wenigstens sass neben mir ein nettes Pärchen aus Mexico welches gerade geheiratet hatte und auf dem Weg in die Flitterwochen war und nach ca. 1.5 Stunden Warterei konnten wir dann doch starten. Wegen Gegenwind konnten wir allerdings keine Zeit aufholen und ich landete auch mit 1.5 Stunden Verspätung. Also Handy raus und Fabio anrufen. Doch dessen Handy scheint nicht zu funktionieren… Auch das noch!
Nach einer weiteren halben Stunde und einigem herum geirre haben wir uns dann doch gefunden und wir konnten uns auf den Weg an den North Shore machen. Eine Fahrt von ca. einer Stunde.
Hawaii & Whistler
Hawaii war ein Traum. Entspannung pur (mit Ausnahme des einen Tages). Und ich kann mit gutem Gewissen sagen so zu sagen nichts gemacht zu haben. Ich habe einmal ein Fahrrad gemietet und eineige Strände abgeklappert. Ein anderes mal haben Fabio und ich das westlichste Ende der Insel erkundet und am letzten Tag haben wir uns noch Pearl Harbour angeschaut. Wie gesagt, Entspannung pur, auf Hawaii konnte man mal einfach nur sein.
Die unglaubliche Aussicht von unserem Zimmer/Appartement
Und dann der Strand mit den „Three Tables“
Fast der westlichste Punkt der Insel
Das Plantation Village – Ein anderer Teil des Hostels zu welchem auch unser Appartement gehörte.
Nach neun Tagen war dieser Traum allerdings vorüber und ich machte mich auf die Socken nach Whistler. 6 Stunden Flug, eine halbe Stunde Interview an der Passkontrolle, 3 Öffentliche Verkehrsmittel und 3 Stunden Greyhound. Allerdings war das Downhill Mountainbiken so viel Spass, dass es sich mit Sicherheit gelohnt hat.
Die Pläne
Nun die Pläne sind gemacht die Hostels gebucht. Erstmal stehen nun einige weitere Tage Vancouver an (ja ich hab mehr als einen Tag gebraucht um bis hierher zu gelangen (mit schreiben)
- Vancouver (insgesamt 6 Tage und ich bin bereits 4 Tage hier)
- Seattle (2 Tage)
==> Flug von Seattle nach Boston
- Boston (5 Tage)
- New York (5 Tage)
Und dann geht es wieder nach Hause











































